Schmerzhafter Abschied: VfL-Kapitän Iturria verlässt den VfL Stade

07.04.26 – Er war eine der prägendsten Figuren der letzten Jahre beim VfL Stade. Nun hat Francesc Iturria seinen Abschied verkündet. Im Verein hat er bereits Legendenstatus.

Die Nachricht kam überraschend und traf die Basketballer des VfL Stade ins Mark. „Abschied“ stand groß über der persönlichen Botschaft, mit der sich Spielmacher Francesc Iturria bei Fans, Team, Coach, Kollegen und seiner „Stader Familie“ bedankte. „Nach acht unvergesslichen Jahren in Stade ist für mich die Zeit gekommen, ein neues Kapitel zu beginnen und nach Spanien zurückzukehren“, erklärte der 29-jährige Aufbauspieler.

Eine Entscheidung, die dem in der Nähe von Barcelona geborenen Spieler sichtbar schwerfiel. Die Stadt Stade und der Sportcampus sind längst mehr als nur Stationen einer Karriere. Es sei sein zweites Zuhause geworden. Entsprechend emotional dürfte die Partie am Samstag (28. März, 19.30 Uhr) gegen MTV/BG Wolfenbüttel werden.

Doch vielleicht ist es noch nicht der letzte Auftritt von „Itu“, wie ihn hier alle nennen. Nach der Niederlage des punktgleichen Play-off-Konkurrenten Bramsche am vergangenen Wochenende lebt die Hoffnung auf zwei weitere Spiele am Osterwochenende um den Aufstieg in die 2. Liga ProB. Womöglich sein letztes Kapitel.

Mehr als eine klassische Spieler-Trainer-Beziehung

Der Weg nach Stade begann 2018. Nach vier Collegejahren in den USA bei den Culver Stockton Wildcats im mittleren Westen zog es den Katalanen an die Schwinge. „Als ich hier in Stade den Vertrag unterschrieben habe, wollte ich zuallererst einen spanischen Spieler engagieren, um eine gute Kommunikation zu haben. Weil ich wusste, dass Itu mit der Uni fertig war, habe ich sofort an ihn gedacht“, erinnert sich VfL-Coach Joan Rallo Fernández.

Zwischen beiden entwickelte sich mehr als eine klassische Spieler-Trainer-Beziehung. Familie, sagt der Coach, sei für den Katalanen zentral. „Ich bin wohl so etwas wie ein größerer Bruder für ihn. Und es ist nicht immer einfach über acht Jahre zwischen Coach und Spieler. Wir sind beide emotional und haben unsere eigenen Charaktere“, so der Cheftrainer, der ihn am Dienstag noch zu einer spanischen Fleischsuppe eingeladen hatte. Auch, um gemeinsam zurückzublicken.

Iturria prägt erfolgreiche Zeit in Stade

Denn der Anfang war alles andere als leicht. Gleich im ersten Spiel nach Weihnachten der Saison 2018/19 riss sich der damals 22-Jährige das Kreuzband. Operation, Reha und im ersten Vorbereitungsspiel der folgenden Saison erneut dieselbe Verletzung. „Und dann kam die Pandemie. Eine schlimme Zeit für uns alle, aber für Itu war es eigentlich positiv, weil er mehr Zeit und keinen Druck hatte, um wieder fit zu werden“, erzählt Fernández.

Aufgeben war nie eine Option. „Er wollte unbedingt mindestens eine komplette Saison hier Basketball spielen“, so der Coach. Es wurden vier für den Mannschaftskapitän und alle endeten in den Play-offs. Vielleicht auch diese, als krönender Abschluss.

Brillant, schnell, schlitzohrig - viel Lob für „Itu“

Was bleibt von einem Spieler, der mit 1,80 Metern im Basketball eher zu den Kleineren zählt, aber in der U18 für Spanien bei einer Europameisterschaft auflief? Vor allem Eindruck.

„Ein brillanter Spielmacher, der uns immer wieder mit seinem großen Einsatz, seiner Schnelligkeit, den Distanzwürfen und seiner Schlitzohrigkeit verzückt hat. Er geht von Bord und hinterlässt eine Lücke, die schwer zu füllen sein wird. Wir blicken stolz auf das, was dieser junge Mann in den vergangenen Jahren erreicht hat“, sagt der stellvertretende VfL-Abteilungsleiter Justin Moradi.

Iturria hat Spuren in Stade hinterlassen - sportlich und menschlich. Und Wege geöffnet für junge Talente, die beim VfL ihren eigenen Traum verfolgen, wie Moradi es formulierte. „Sowohl mein Herz als auch mein Kopf haben mir gezeigt, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist“, erklärte Iturria.

Was seine Zukunft in Spanien angeht, gibt es im Moment wohl noch einige Fragezeichen. Nach TAGEBLATT-Informationen haben sich spanische Basketballer schon nach ihm erkundigt.

Am Wochenende will sich Iturria im Stader Sportcampus offiziell von vielen Wegbegleitern, Freunden und vor allem den Fans verabschieden: „Ihr habt meine Zeit in Stade und in Deutschland zu etwas ganz Besonderem gemacht!“ Sein Trainer sagt: „Es wird ein perfekter Moment für diese Legende sein.“

Quelle: Tageblatt
Foto: BFR Marketing

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