Baseball in Stade - Wie alles begann!

Seit 25 Jahren ist der amerikanische Volkssport Nummer eins auch an der Niederelbe zu Hause. Dabei haben die schwarzen Socken aus der Hansestadt eine wechselvolle Geschichte hinter sich.

Alles begann mit ein paar Freunden, die sich im Sommer 1992 auf dem Bolzplatz der Grundschule am Bockhorster Weg trafen, und mit Tennisbällen und einem Softballschläger erste Versuche unternahmen, den Ball möglichst weit zu schlagen. Aus dem Zeitvertreib wurde schnell ein richtiges Hobby, das auch immer mehr Interessierte anlockte. So wurde der Entschluss gefasst, den Sport ernsthaft zu betreiben und zu etablieren. Der VfL Stade war damals gerne bereit, die kleine Riege engagierter Sportler als eigene Sparte aufzunehmen und sie beim Training zu unterstützen.

Ein richtiges Team brauchte natürlich auch einen richtigen Namen. Zunächst nannte sich das Team STADE SIOUX, doch als es an die allererste Trikotbestellung ging, wurde das noch einmal neu überdacht. Aus heutiger Sicht mag es lustig klingen, aber einen  Zeit lang war STADE ATOMICS der heiße Favorit. Am Ende einigte man sich dann aber doch auf den heute noch wohlklingenden Namen STADE BLACK SOX.

In dieser frühen Zeit profitierte das junge Team viel ihren ersten richtigen Trainern, Nelson Castro und Nils Doerenbruch, die beide langjährige Erfahrung im Baseball mitbrachten. Sie formten aus der Freizeittruppe eine richtige Wettkampfmannschaft. 1994 war es dann soweit, und die Black Sox traten erstmals im Spielbetrieb des Niedersächsischen Baseball und Softballverbands (NBSV) in der Landesliga Nord an. Die erste Saison war geprägt von vielen lehrreichen Erfahrungen – und dem festen Willen, sich als Mannschaft etablieren zu wollen. Leider verlief die zweite Saison eher unglücklich, und die Black Sox stiegen Ende 1995 in die Bezirksliga ab. Dort verbrachte man aber nur ein Jahr, bevor es zurück in die Landesliga ging.

Am Ende der Saison 1998 war erstmals der Aufstieg in die Verbandsliga in Reichweite, doch mit einer Niederlage im letzten Spiel platzte der Traum – aber nur vorerst, denn nach einer überragenden Saison mit 17 Siegen und nur 1 Niederlagen sicherten sich die Black Sox im Jahre 1999 den direkten Aufstiegsplatz in die höchste niedersächsisches Spielklasse. Da jedoch bereits klar war, dass zum Jahrtausendwechsel eine Vielzahl von Spielern aus schulischen oder beruflichen Gründen das Team verlassen würde, verzichtete man auf den Sprung nach oben. So kam es dann auch, dass die Black Sox im Jahr 2000 nur einen Bruchteil der geplanten Spiele absolvieren konnte und schließlich vorzeitig aus der Liga ausscheiden musste. Man begann, sich verstärkt um Nachwuchsspieler zu bemühen und diese fit für das nächste Jahr zu machen.

Das gelang leider nur in Teilen. 2001 mussten die zurückgekehrten Black Sox wieder ganz unten in der Bezirksliga anfangen, und viele der jungen Spieler mussten sich erst einmal mit dem Spiel vertraut machen. Zum zehnjährigen Jubiläum im Jahre 2002 erhielten die Socken dann aber wertvolle Verstärkung, als einige Veteranen aus Buxtehude in die Nachbarstadt wechselten. Die Saison verlief gut, doch am Ende trennten sich die Wege wieder. Damit stand das Team wieder fast ganz am Anfang.

Dennoch verlief die Saison 2003 zufriedenstellend. Viele der jungen Spieler hatten mittlerweile ausreichend Erfahrung gesammelt, so dass die Black Sox am Ende im Mittelfeld der niedersächsischen Teams landeten. In den Jahren 2004 bis 2006 verbesserten die Socken ihre Ergebnisse kontinuierlich und krönten ihren Lauf 2007 mit der Meisterschaft in der Bezirksliga. Damit stand nach sieben Jahren die Rückkehr in die Landesliga fest. Dort konnte sich das Team auch die nächsten vier Jahre halten.

In dieser Zeit begannen die Black Sox damit, die Weichen für ein Jugendteam zu stellen. Bis dato hatten Nachwuchsspieler mit den Erwachsenen zusammen trainiert und gespielt. Nun wollte man versuchen, noch jüngere Spieler für das Team und den Sport zu gewinnen. Die Resonanz war am Anfang eher bescheiden, und so trat man 2010 zunächst im Rahmen einer Spielgemeinschaft gemeinsam mit den Löningen Tigers an. Die Jugendmannschaft wurde 2011 noch um ein Juniorenteam ergänzt, so dass der VfL Stade im Jahr 2011 mit drei Mannschaften in den unterschiedlichen Ligen des NBSV vertreten war.

2012 war die Jugendmannschaft groß genug, um eigenständig anzutreten. Dennoch gab es eine Spielgemeinschaft mit dem Team aus Buchholz, um deren wenigen Nachwuchsspielern die Chance zu geben, mit Gleichaltrigen zu spielen. Die Erwachsenen waren nach einer schwachen Saison 2011 aus der Landesliga abgestiegen und positionierten sich am Ende im oberen Mittelfeld.

Nach der kurzen Partnerschaft mit Buchholz wurden im Jahr 2013 die Jugend- und Juniorenteams mit denen der Buxtehude Hedgehogs zusammengelegt. In dieser Konstellation trat man bis einschließlich 2016 an. Die gute Jugendarbeit sollte sich als überaus lohnenswert erweisen, denn die wertvollen Erfahrungen aus dem Nachwuchsspielbetrieb halfen den jungen Spielern, auch schnell bei den Erwachsenen Fuß zu fassen. Die Black Sox verbesserten ihr Spiel stetig, und 2015 kam es erneut zum Showdown am Saisonende. Hier setzten sich jedoch schließlich die Oldenburg Hornets durch. Aufgrund von Neustrukturierungen im Verband stiegen die Sox dennoch in die Landesliga auf.

An die starke Leistung konnte man in der Saison 2016 nahtlos anknüpfen. Die Black Sox dominierten die Landesliga Nord und standen nahezu die gesamte Saison auf Platz 1 der Tabelle, dicht gefolgt von den Lüneburg Woodlarks, die frisch aus der Verbandsliga abgestiegen waren. Am Ende der Saison lagen die Socken hauchdünn in Führung, doch ein souveräner Sieg der Lüneburger im letzten Spiel der Saison verhinderte die Krönung einer ansonsten großartigen Saison.

2017 möchten die Sox auf jeden Fall ein erneutes dejà vu verhindern. Das Jugendteam wurde zudem aufgelöst, da alle Nachwuchsspieler mittlerweile alt genug sind, um bei den Erwachsenen dabei zu sein. So geht in diesem Jahr ein sehr junges Stader Team an den Start. Verstärkt wird es im Rahmen einer Spielgemeinschaft von den Baseball-Veteranen der Bremerhaven Bandits. Zum Herbst wird die Abteilung zudem erstmals ein Schülerteam für Spieler zwischen 8 und 11 Jahren ins Leben rufen, denn wenn uns 25 Jahre Geschichte etwas gelehrt haben, dann dieses hier: Es ist nie zu früh oder zu spät, mit Baseball anzufangen. Man muss es einfach nur tun!

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