Vorne Biddle und hinten aggressiv

20.02.17 – Mit einer Galavorstellung haben die Basketballer des VfL Stade den Tabellenführer Rot-Weiss Cuxhaven entthront. Vor 500 Zuschauern gewann die Mannschaft von Trainer Nemo Weber am Freitagabend mit 66:59 gegen den selbsterklärten Aufstiegsaspiranten.

Der VfL Stade beginnt sehr nervös gegen den Favoriten aus Cuxhaven. Richard Fröhlich begeht im ersten Angriff ein Offensivfoul, Kristoffer von der Ohe vertändelt den Ball, Oscar Andres und Fröhlich schaffen es unter dem gegnerischen Korb nicht, den Ball unter Kontrolle zu bekommen. Damian Cortes Rey vergibt zweimal einen möglichen Dreier. Andres wirft daneben, Mason Biddle vergibt. Nach dreieinhalb Minuten führt Rot-Weiss mit 6:0.

Mason Biddle hat genug gesehen. Jetzt beginnt seine Show und die Zuschauer werden sich bis zum Ende der ersten Halbzeit verwundert die Augen reiben. Mit einem Treffer aus dem Halbfeld läutet er die Wende ein, verkürzt auf 2:6, dann auf 4:6, erzielt per Dreier die erste Stader Führung zum 7:6. Der Amerikaner ist der absolute Führungsspieler auf dem Platz, er motiviert seine Kollegen, er heizt das Publikum an und fordert von den verzückten Zuschauern genau den Einsatz, den er gerade zeigt. Die Stader lassen sich nicht lange bitten. Das erste Viertel geht mit 20:14 an den VfL.

Im zweiten Viertel geht die Biddle-Show weiter. Taktisches Kalkül von Trainer Nemo Weber oder einfach der phänomenale Lauf eines Ausnahmespielers? Mason Biddle übernimmt seit jeher Verantwortung, aber mehr als Passgeber und Spielgestalter. Sein Punkteschnitt bis zu diesem denkwürdigen Spiel liegt bei nicht einmal zwölf Zählern pro Partie. An anderen Tagen ist Stades Damian Cortes Rey mit knapp 19 Zählern Punktelieferant Nummer eins. Der hält sich heute zurück.

Fest steht: Cuxhavens Trainer Moris Hadzija hat Biddle als Vollstrecker nicht auf dem Zettel. Mit drei Dreiern in Folge erhöht der Amerikaner auf 29:21. Bis zum Ende der Halbzeit erzielt er 23 Punkte. Pause ist beim 35:31. Nach einigen Würfen schaut Biddle so verwundert in die Runde, als könne er es selbst kaum glauben, was da auf dem Spielfeld gerade abläuft. „Die Körbe waren heute so groß. Ich konnte gar nicht daneben werfen“, verrät Biddle in der Pause seinem verletzten Kollegen Florian Bunde.

Im dritten Viertel baut der VfL die Führung aus. Nach zweieinhalb Minuten trifft Biddle aus der Nahdistanz, Jan-Christian Both legt von der Drei-Punkt-Linie nach. Rey und Tom Lipke machen den ersten Zehn-Punkte-Vorsprung perfekt. Dem Meister aus Amerika ist der Dreier zum 50:37 vorbehalten. Cuxhaven hat längst von einer Zonen- in eine Raumverteidigung umgestellt. Aber das spielt den treffsicheren Stadern nur in die Karten.

Der letzte Durchgang beginnt, wie der dritte endete. Mit einem Dreier von Biddle. Cuxhaven beißt sich an der aggressiven Abwehr der Stader die Zähne aus. Sie blocken, sie drücken, sie zwingen Rot-Weiss zu schlechten Würfen, sie kämpfen um jeden Ball und sind unter dem eigenen Korb eine Macht.

Der VfL Stade erobert eindrucksvoll die Tabellenführung der Regionalliga Nord. Gegen den Tabellensiebenten TSG Westerstede geht es schon am kommenden Freitag um 20.15 Uhr weiter.

„Das war unglaublich. Wir haben 40 Minuten lang als Team gekämpft und unsere Defensive war grandios“, sagt Stades Kristoffer von der Ohe nach dem Spiel. Kollege Tom Lipke interessiert die Tabelle zunächst wenig. „Wir waren von Anfang an konzentriert und fokussiert und schauen jetzt von Spiel zu Spiel“, sagt Lipke, der sechs Punkte zum Sieg besteuerte.

VfL-Trainer Nemo Weber kann nach der Leistung seiner Mannschaft seinen Stolz nicht verbergen: „Dass die Jungs kämpfen können, wusste ich. Heute haben sie noch eins draufgepackt.“ Eine Mannschaft wie Cuxhaven könne der VfL nicht mit 100:90 schlagen, gegen solch einen Gegner müsse die Abwehrarbeit stimmen. Und sie stimmte.

Fotos vom Spiel: www.luftbild.fotograf.de/album/basketball-vfl-stade-rw-cuxhaven-17-02-2017
Video vom Spiel: www.facebook.com/martin.elsen.5/posts/1853274808273881
Die Statistik: www.basketball-bund.net/scouting.do?reqCode=spielStatistik&spielplan_id=1513259

Quelle: Stader Tageblatt
Foto: Martin Elsen

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