Tempo und Defense: So schlägt der VfL Stade den Oldenburger TB

27.10.26 – Der VfL Stade spielt sich in der Basketball-Regionalliga derzeit in einen Rausch und eilt von Sieg zu Sieg. So lief es am Sonntag gegen Cloppenburg.

Wer nur auf die nackten Zahlen beim 97:81 (49:41)-Erfolg des VfL Stade über den Oldenburger TB schaut, könnte meinen, die Regionalliga-Basketballer hätten einen lockeren und sicheren Aufgalopp hingelegt. Doch die 621 Zuschauer im erstmals wieder gut gefüllten Sportcampus bekamen am späten Sonntagnachmittag ein Spiel des weiterhin ungeschlagenen Spitzenreiters zu sehen, in dem lange die Gefahr mitschwang, dass die Partie doch noch kippen könnte.

Dass es nicht so kam, lag vor allem an vier Akteuren. Die aktuelle VfL-Lebensversicherung sind die Topscorer Christian Cook (19 Punkte) und Marvin Boadu (17). Auch wenn der US-Amerikaner diesmal mit 19 Punkten seine bislang niedrigste Saison-Ausbeute verbuchte und nur 24 Minuten auf dem Feld stand, brachte er immer wieder Sicherheit ins Stader Spiel. Woher Marvin Boadu derzeit diese Energie und Spiellust mit seinen 39 Jahren nimmt, ist erstaunlich.

Edward zeigt seine bisher stärkste Leistung

Luca von Thun löste die Aufgabe als alleiniger Center nach dem Ausfall von Uniacke gut, auch wenn ihm einige Bälle aus der Hand flutschten. Dazu gesellte sich Rephael Edward, der seine bislang stärkste Leistung im VfL-Dress zeigte. Eine Trefferquote von 86 Prozent und sagenhafte 15 Rebounds machten den 19-jährigen Studenten aus Darmstadt, der zuletzt für Frankfurt in der U-19-Bundesliga gespielt hatte, zu einem wichtigen Stabilitätsfaktor.

„Hohes Tempo und eine gute Defense“, nannte Edward zwei Gründe dafür, dass aus einer zeitweisen Berg- und Talfahrt am Ende ein sicherer Sieg wurde. Die Gäste waren immerhin fünfmal zum Ausgleich gekommen, zuletzt beim 33:33 in der 15. Minute. „Wir haben aggressiver und körperlicher gespielt“, führte Edward als drittes Erfolgsargument an. Allerdings vermisste so mancher auf den Rängen bei den Schiedsrichtern eine klare Linie in ihren Entscheidungen.

Das sagt der Stader Trainer zum Sieg

Chefcoach Adria Martin, der seine Akteure während der Partie per Auszeit einmal lautstark wachrütteln musste, konnte nach Spielschluss wieder lächeln. „Entscheidend war, dass wir fast 20 Würfe und 18 Rebounds mehr auf dem Konto haben als der Gegner“, erklärte der 25-jährige Trainer.

Die Statistik

VfL Stade: Cook 19, Boadu 17, Edward 12, Drochner 11, von Thun 10, Junior 8, Hansen 8, Angelats 6, Spree 6

Nächstes Spiel: Red Devils Bramsche - VfL Stade, 31. Oktober, 19.15 Uhr

Quelle: Tageblatt
Foto: BFR Marketing

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